Windfänger

Windfänger

Wozu Wege gehen, wenn man sich verfliegen kann?

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Wie ein Phönix leben...
Wie ein Phönix leben wir Gehen auf in Hitze und...
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by gleyfin (Di, 22. Jul, 01:34)
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Sich leise verfliegen

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... newer stories
Sonntag, 7. August 2011
Gesehen werden
gleyfin, 21:29h
Ich habe endlich damit angefangen, was ich mir nun schon seit Wochen vorgenommen hatte: Ich lese mich durch die scheinbar unendlich vielen Blogs, um zu erfahren, was außerhalb meiner gähnenden Welt so vor sich geht. Dabei treffe ich auf so ziemlich alles, was ich für das Selbstverständlichste der Welt halte und auch auf Dinge, von denen ich glaube, dass diese eigentlich nicht existieren.
Zufällig stoße ich dann auf den Blog eines Mädchens.

Gespannt lese ich mir ihre vielen Einträge durch, während die von ihr ausgesuchte Musik mich im Takt mit dem Kopf wippen lässt. Währenddessen fällt mir etwas auf. Der Grund, warum ihre kurzen Texte mich schon seit mehreren Seiten reizen, ist wahrscheinlich der, dass sie so unglaublich einfach und trotzdem irgendwie einen Hauch poetisch und unwahrscheinlich verständlich und nachvollziehbar beschreibt, wie sie sich fühlt und was in ihrer Welt alles geschieht. Ich denke viel über das nach, was sie schreibt und wie sie es schreibt und dann wiege ich es mit dem, was ich schreibe und wie ich es schreibe.
Letztendlich bringt mir dieses ganze Gegrübel keine Antworten, sondern einen Haufen Fragen:
Wozu dieser ganze dämliche Aufwand, verdammt noch mal?!
Ich meine, warum gebe ich mir immer so viel Mühe damit, poetisch zu sein, wenn ich damit gar nicht zeige, wer ich bin? Und wenn ich nicht die -nachdenkliche, melancholische- Person bin, die ich vorgebe zu sein, warum mache ich das dann? Das bin nicht ich, oder doch?
Vier bohrende Fragen und keine Antwort ..
Noch ein mal lese ich mir einen Eintrag des Mädchens, dann einen von mir durch. Ihre Beiträge sind leicht und flockig, so ... echt und authentisch (eigentlich ziemlich dämlich, dass zu behaupten, da ich sie nicht kenne aber so kommt es mir eben vor). Und meine Texte? Geschwollen und schwer. Unnötig, würde ich fast sagen. So Unnötig wie schmalzige Liebesgedichte an einem übertrieben perfekten Sommerabend.* Bei diesem Gedanken muss ich würgen (ich bin nämlich keine große Romantikerin, aber nur so nebenbei).
Noch ein mal stelle ich mir also diese Fragen und gebe mir selbst vor, ich würde nachdenken, dabei muss ich gar nicht mehr großartig überlegen, denn ich ahne schon etwas, doch diese Ahnung auszusprechen, geschweige denn sie aufzuschreiben fällt mir mehr als schwer.
Aber was soll's! Anscheinend schreibe ich das alles hier sowieso nur für mich, da kann ich diesen Blog auch gleich zu einem Selbsthilfekurs umgestalten, in dem es heißt: ''Ergründe dich und dein Innerstes Sein''
Also ..
Ich denke, dass ... ich nicht sein will, wer ich bin. Dass ich einigen Menschen, die mich nicht kennen, etwas vormache, damit sie mich als kreativ und poetisch und andere als fröhlich und lebensfroh ansehen, obwohl ich irgendwie nichts davon so richtig verkörpere. Ich denke, dass ich mir damit auch selbst etwas vormachen will, weil ich nicht zu frieden mit mir selbst bin.
Und warum?
Weil mein ganzes Leben nichts weiter als ein kleines Stück Dreck ist. Mehr nicht.
Ich habe zwar Freunde, aber die würden nie verstehen, was in mir vorgeht. Gott, ich verstehe das ja nicht ein mal selbst!! Wahrscheinlich blase ich deshalb immer trübsal und langweile mich, anstatt etwas aus mir und meinem öden Leben zu machen und deshalb übe ich immer Selbstkritik an mir und die macht mich kaputt und leer.
Deshalb dieser ganze beschissen geblähter Poesie-Müll.
Damit ich jemand bin .. und, wer soll das schon sein?
So !! Jetzt ist es raus !
Am Ende kann ich nicht sagen, ob ich weiß, wer ich eigentlich bin, aber eines weiß ich mit absoluter Sicherheit:
Geschwollenes Poesie-Erbrechen gehört ganz bestimmt nicht zu mir !!
Jedenfalls kein ich-stecke-mir-den-Finger-in-den-Hals-Erbrechen .. wenn ihr versteht.

Puh, jetzt geht's mir schon viel besser ..
Echt jetzt :)

P.S. Trotzdem mag ich die Art, wie das Mädchen sich ausdrückt. Bei ihr ist es eben echt ...

P.P.S. Das regt mich auch gleich dazu an, den Namen meines Blogs zu ändern. Mal im Ernst, 'Carpe Noctem' ist doch schwachsinnig !

Eure sich anscheinend nicht treue Gleyfin



*(Ich rede jetzt nicht nur von meinem Blog, es gibt auch noch anderes, privates (dämliches!!) Zeug)
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Mittwoch, 27. Juli 2011
Das Brüllen des Affen
gleyfin, 04:54h
Sie weiß, dass er kein guter Mensch ist,
und trotzdem findet sie manchmal Gutes an ihm.
Doch ich sehe nur einen Affen.
Einen Affen der nichts hört, außer seiner Stimme.
Der nichts sieht, außer sein Geld.
Doch viel sagen kann er.
Brüllt seine unsinnigen Vorschriften wie ein wilder Gorilla
und lässt niemanden frei handeln.
Respekt hat man keinen mehr vor ihm;
schon lange nicht mehr.
Aber Angst.
Lähmende Angst.
Er ist kein guter Mann und trotzdem bleibt sie bei ihm.
Ohne Hoffnung hofft sie auf etwas, das ihn hören und sehen lässt;
Hofft auf etwas, das ihn schweigen lässt.
Und so sieht sie manchmal Gutes in ihm,
doch ich sehe nur einen Affen,
der nichts hört und nichts sieht.
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Dienstag, 19. Juli 2011
Die erste Schlacht
gleyfin, 03:23h
Wenn es soweit ist; wenn die letzten Anweisungen einem Sicherheit geben und man doch von Angst erfüllt ist, dann weiß man, es gibt keinen Weg zurück. Das Einzige, was man an sich trägt, sind eine erdrückende Rüstung und eine simple Waffe. Die letzten Schritte ziehen sich scheinbar unendlich in die Länge. Auf der letzten Reise bis zur Schlacht denkt man darüber nach, was passieren könnte und was passieren wird. Man hört sein eigenes Herz schlagen. Einsichtig und uneinsichtig. Ruhig und doch so schmerzhaft rasend. Vor allem ewig langsam. Alles verschiwmmt vor den Augen. Das unwissende Plaudern und das fröhliche Gelächter der Anderen rückt in dunkle Ferne. Dann, inmitten vieler Gleichgesinnter, stellt man sich ein erstes Mal dem eisigen Feind. Als Gruppe taucht man in die klare Kälte - und wird sofort zerschmettert. Auseinandergerissen und als Einzelne zerdrückt; erstickt. Plötzlich kommt alles mit gewaltiger Wucht zurück. Das Schreien der Anderen. Das Wimmern der Kleinen. Das irre Gelächter derer, die mit dem klammen Gefühl der blauen Masse vertraut sind. Man will nur noch raus. Gelähmt versucht man verzweifelt, sich aus dem eisigen Griff des Feindes zu reißen. Der Körper erkühlt, die Brust schnürt sich mehr und mehr zusammen. Man weiß nicht, ob sein Herz von Todesangst gefangen rast oder schon längst vor Kälte erstorben ist. Kämpfend schlägt man um sich und so jäh man von der Gier der frostigen Unmenge verschlungen wurde, so jäh wird man wieder befreit. Sich heiß und kalt fühlend versucht man hektisch, nach heißer Luft zu schnappen und wundert sich über dieses plötzlich und doch so quälend langsam hereingebrochene Ende. Man blickt sich um und erkennt erst dann in den teils verwirrten, teils erschrockenen Gesichtern der anderen Behelmten, was man gerade durchmachte.
Wenn der erste Kampf überstanden ist, kommt die große Schlacht immer näher. Es herrscht bedrücktes Schweigen und doch liegt eine neugierige Spannung über den Köpfen Aller. Zusammen besteigt man felsige Wege, gesäumt von windgepeitschten Bäumen und Büschen. Die exotische Hitze ist ermüdend und erdrückend. Je weiter man geht, desto lauter wird das Zorngebrüll des Gegners, welches den Boden erbeben und die Herzen rasen lässt. Hie und da schallen mächtige Schlachtrufe durch die Wälder und während sie in den Felsspalten der Gebirge widerhallen, verschmelzen sie mit dem Grölen der reißenden Strömungen. Wie dämonische Gesänge schweben diese wilden Lieder der Schalcht über den uniformen, gesichtlosen Wesen. Und endlich ist man am Ziel. Die große Schar teilt sich in kleine Gruppen. Ein letztes Mal wird die kleine, kümmerliche Waffe kontrolliert und die Rüstung geprüft, die letzten Handgriffe und Befehle erfolgen. Ein zweites Mal trifft man auf die fremde und doch schon so vertraute Kühle. Mit einem mächtigen Schlachtruf stößt man sich von dem sicheren Ufer ab und stürzt sich in die gewaltige Menge von klarem Nass, welches lauernd an den Rümpfen der Bote leckt. Immer wieder werden die stumpfen Werkzeuge der Uniformen in die Wellen gerammt und die Bewegungen der dahinfließenden Massen für kurze Augenblicke kontrolliert. Ein Machtspiel zwischen groß und größer beginnt. Kräftige Stromschnellen versuchen immer wieder vergebens, Einzelne aus ihren sie stützenden Schlaufen in die Tiefen der eisigen Bewusstlosigkeit zu reißen. Immer besser arbeitet man zusammen, bekommt ein Gefühl für das, was überall begierig auf die kleinen Körper der Gesichtlosen wartet. Doch trotz allem verliert man nach und nach die Furcht vor dieser geballten Kraft. Man verschmilzt mit den fließenden Bewegungen der anfänglichen Bedrohung, gibt sich den Strömungen hin und arbeitet nicht länger gegen, sondern mit den strömenden Fluten, welche sich zielstrebig einen Weg durch die unwegsamen Gebrige bahnen. Irgendwann fängt man an, diesen ewig andauernden Kampf zu genießen. Wie dahinschwebende Tänzer gleiten die Boote über das kristallklare Wasser und man fühlt sich sowohl frei, als auch in der unendlichen Schönheit der Gefahr gefangen.
Wenn dann alles vorbei ist, fühlt man sich zu Tode erschöpft und doch wie gerade aus einem tiefen, erholsamen Schlaf erwacht. Und würde der reißende Fluss nicht noch neben seinen Wegbegleitern dahinströmen; sie würden denken, es war nur ein gefährlich süßer Traum .

Eure Gleyfin
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