Windfänger

Windfänger

Wozu Wege gehen, wenn man sich verfliegen kann?

Was geschieht?

Wie ein Phönix leben...
Wie ein Phönix leben wir Gehen auf in Hitze und...
by gleyfin (Fr, 19. Mai, 19:49)
Nasenbluten
Es ist lange her. Es wirkt, als wäre alles sehr...
by gleyfin (Di, 22. Jul, 01:34)
Iss Kind, iss...
Das leise Schnarren füllt den Raum und lässt...
by gleyfin (So, 8. Dez, 17:14)

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Sich leise verfliegen

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Sonntag, 2. Dezember 2012
Zwiegespräche
gleyfin, 03:07h
''Was ist los?''
''Ach, nichts..''
''Natürlich hast du etwas! Warum versuchst du zu leugnen, dass du so niedergeschlagen bist?''
''Ist ja gut! Du hast Recht.''
''Ich weiß. Also, was ist geschehen?''
''Weiß nicht... Man könnte fast sagen, ich wurde verraten.''
''Verraten? Von wem?''
''Von meiner angeblich 'besten Freundin'.''
''Was hat sie getan?''
''Mich belogen, mich ausgeschlossen, sich in Schweigen gehüllt.. es ist, als würde sie mich nicht in iher Nähe haben wollen. Als würde sie nicht wollen, dass ich etwas über ihr 'anderes' Leben erfahre. Sie erzählt mir gar nichts, weiht mich in kaum etwas ein.. hat sie noch nie gemacht und jetzt, wo diese andere.. ach, was solls.''
''Das bildest du dir sicherlich nur ein.''
''Nein. So dumm bin nicht einmal ich.''
''Und jetzt?''
''Jetzt esse ich erstmal etwas!''
''Was?! Es ist 1:30 Uhr!''
''Ich weiß.''
''Damit zerstörst du dich. Warum?''
''Als ich zufällig von ihrem anderen Leben erfahren habe, war ich unglaublich enttäuscht und wütend.
Weinen konnte ich nicht. Ich will immer, bin kurz vorm Explodieren, doch das Weinen scheint etwas in mir nicht zu akzeptieren. Und so staut sich alles. Du weißt doch, da ist dieser schwarze Schlick..''
''Aber warum das Essen?''
''Autoaggresivität als Ventil, schonmal davon gehört?''
''Du bist doch verrückt, dich wegen solcher Kleinigkeiten so fertigzumachen!''
''Die Masse der Kleinigkeiten ist das Problem..
Na ja, und wenn schon, mein Leben ist sowieso nur ein einziger, langweiliger Witz. Eine Lüge. Und es lässt mich einsam dahinvegetieren. Da bleibt nur noch Essen oder das Schlagen mit flachen Händen gegen diese Wand dort.''
''Es tut mir im Herzen weh, wie dunkel deine Sicht auf die Dinge ist.''
''Da bist du wohl die einzige Seele, welche so fühlt.''
''Weißt du was?''
''Was denn?''
'Dass du mir davon erzählst ist mutig.''
''Mutig? Was soll ich sonst tun? ich habe niemanden, dem ich soetwas anvertrauen könnte und du...du bist nur..''
''Egal, wer oder was ich bin oder nicht bin, ich bin jedenfalls immer für dich da. Lasse alles an mir aus und deine Tage werden nicht vollkommen bitter sein.''
''Wer weiß..aber danke.''
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Samstag, 24. November 2012
gleyfin, 00:42h
Laufe, laufe, kleines Mädchen. In den dunklen, düstren Wald.
Wo die wilden Geister leben und kein Schrei je widerhallt.

Klammre dich an tote Hoffnung, welche sich dein Leben nannt.
Wenn er sucht, dann findet er. Hat dich rasch im Wald erkannt.

Laufe, laufe, kleines Mädchen. Immer tiefer in den Wald.
Wo die Bäume alles sehen und die Bächlein wispern kalt.
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Mittwoch, 21. November 2012
Der Wald
gleyfin, 19:57h
Er besteigt den schmalen Pfad.
Aufwärts, immer weiter.
Gewandet wie ein Jägersmann.
Rechts die dunklen Riesen, sich knorrig an die Hänge krallend. Links saftig grüne Wälder.
Wellengleich bis zum Horizont erstrecken sie sich, weit unten und doch den Himmel empfangend.
Die Schatten tanzen mit dem Sonnenlicht.
Er sieht die Grenze, ein kleines Schild.
Bläst das Horn und der Schall geht über Berg und Tal.
Und es beginnt.
Die Jagd, die Flucht, das Überleben.
Der Jägersmann verblasst im lebenden Grün des atmenden Waldes.

Sie wandern fröhlich, mit gutem Gepäck.
Auf zur alten Hütte, auf zu alten Freunden.
Kinder lachen, Große reden, bis sie erspähen die dunkle Fassade aus erschlagenem, leblosem Holz.
Ein Wagen steht dort und die Szene verschwimmt.
Düsternis flutet das wilde Bild.
Als sie ebbt, die Finsternis, sitzen sie im Wagen.
Dunkel wie der Wald, und ebenso alt.
Das Lachen längst erstorben, denn große Furcht zehrt am Leben.
Und plötzlich kracht und rumpelt es, faules Blut spritzt an die eingestaubten Scheiben.
Sie stöhnen und lechzen nach frischem Fleisch, hauchen toten Atem an das Glas.
Es stinkt und die Luft erkaltet vor Todesangst.
Sie weinen, die wenigen im Wagen, umarmen und bangen, hoffen und warten.
Und plötzlich ist es Stille.
Die verzerrten, maroden Gesichter, die geistlosen, wilden Augen, das faule, zerfallende Fleisch. Alles ist fort, doch der Gestank nach Tod bleibt.
Das Licht ist seltsam monoton.
Nicht hell, nicht düster. Ein Zwielicht ohne wahre Quelle.
Sie wagen sich davon, rennen durch den Wald, keine Spur vom Jägersmann.
Jappsend und hustend gelangen sie bald, mit rasendem Herz, an ein anderes Haus.
Verlassen steht es dort, mit grünem Umhang der Einsamkeit.
Sie treten ein, sind verloren, nur noch wenige.
Keine Großen, nur die Jugend, sucht verzweifelt nach Verstecken.
Doch nichts lässt Schutz zu.
Ein kleines Kind, einem Säugling gleich, wimmert und schreit und da ahnt sie es.
Das Rumoren vor dem Hause erkennt sie sofort.
Denn schon einmal hatte sie es gehört.
Es ist der Wagen, der alte grüne.
Gefahren von zwei hageren Gestalten.
Türen knallen, unheilbringendes Stöhnen zerreißt die schreckliche Stille.
Schweiß tropft von der Stirn, als sie aus dem Fenster blickt.
Der Tod, das Virus, kriecht im Hof, sucht den Eingang - ihr Verderben.
Sie überlegt, blickt wild umher.
Ein Wagnis eingehen, auf dem Dach?
Sie treten in die Räume ein, suchen, riechen nach dem jungen Leben.
Gerade will sie klettern, da entsinnt sie sich des letzten Males, der Falle, doch nicht dem Ende.
Und abrupt ist sie ganz allein.
Ein anderes Haus, gut bestückt und ausgebaut.
Tief im Wald, wie alles zuvor.
Und keine Spur vom Jägersmann.
Sie rennt und keucht und blickt umher.
Außen führt ein ewiger Balkon, einmal ums ganze, weiße Haus herum.
Noch beim Laufen wird bemerkt, dass sich plötzlich etwas tut.
Eine Gestalt, das Gesicht nicht älter als ihres, verfolgt mit wildem Blick und schnellem Schritt, die verzweifelte, ganz einsam.
Sie blickt zurück und wieder nach vorn, ihr Atem geht trocken und heulend, das Herz klopft schmerzhaft in der Brust.
Mit einem Mal, ganz unerwartet, sind wieder Leute da.
Fremde Menschen, fröhlich lachend, auf einer Terrasse sitzend.
Sie schreit und bettelt und fleht, doch niemand hört.
Jeder sieht nur sein Gegenüber, Wein schlürfend, sich vergnügend.
Sie weint und sieht, wie er sich nähert und gierig nach ihr langt.
Und die Szene verschimmt erneut, alles versinkt in ewiger Dunkelheit eines Augenblicks.

Als sich das Bild wieder klärt, steht sie da, durchnässt vom Wasser.
Mit tropfendem Haar unter der vertrauten Dusche.
Sie steigt hinaus in den gekachelten Raum.
Das Licht schimmert immer noch wie im Traum.
Sie trocknet sich und wirft ein Handtuch um, als das bekannte Gesicht hinter der Tür erscheint.
Spitzbübisch grinsend, verrückt und wild.
Plötzlich und klar, wie durch sauberes Glas.
Nebel wie Eis hängt am Rahmen und der Luft.
Sie schreit und steht wie angewurzelt, blickt in sein Gesicht. Das Haar dunkel, die Augen fremd und funkelnd.
Sie reden und die Tür erbebt, seine Wut lähmt jedes Leben.
Doch nach einem Atemzug, nach einem Augenblick, scheint aller Zorn verebbt.
Die Menschlichkeit kehrt in ihn zurück.
Und Langsam, mit zitternder Hand, öffnet sie die gläserne Tür.
Keine Spur vom Jägersmann...
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Donnerstag, 15. November 2012
Nebel
gleyfin, 20:38h
Stille.
Ich stehe auf einer Brücke, umgeben von wabernden Schleiern, und lausche.
Nur das Geländer ist unscharf zu sehen, der graue Stein verschwimmt in den tastenden Händen der weißen Nebelschwaden.
Gesponnene Netze hängen, zu Eis erstarrt und eisig funkelnd, zwischen dem Metall.
Ich schließe die Augen und hauche meinen gefrierenden Atem in die Luft.
Vom leisen Wind wird die Eiswolke davongetragen.
Die Kälte kriecht erbamungslos an meinen Beinen hoch, doch friere ich nicht.
Ich stelle mir vor, wie ich in einem Wald stehe, umgeben von Schnee und unendlicher Ruhe.
Eine einzelne Schneeflocke schwebt dahin und schimmert im fahlen Schein des Tages.
Einmal atme ich tief aus, meine Brust ist erfüllt von Wärme.
Plötzlich reißen sie mich zurück, das Lärmen, die Lichter-
und wieder stehe ich auf einer Brücke, doch umgeben vom grauen Nebel der Stadt, von zu vielen Seelen und tiefem Schwermut.


Eure Gleyfin
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