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Donnerstag, 1. September 2011
Müde
gleyfin, 00:52h
Kennt ihr diese Tage, an denen man am liebsten nach draußen gehen und dem Himmel seinen Mittelfinger fluchend entgegenstrecken will? *
Heute war wieder ein mal solch ein Tag für mich.
1.:Die neue Schule ist ein schlechter Witz. Ich habe mir wohl um sonst für meinen erweiterten Sek I in den Arsch gebissen, damit ich jetzt Puppen basteln und Bildchen malen darf. Ich bin so unglaublich müde, weil ich meine Zeit damit vergeude, gar nichts zu tun. Ich mag gemächlich sein, doch so unterfordert und gelangweilt war ich noch nie!
2.: Habe ich mich mit einer (beinahe guten) Freundin soetwas wie 'gestritten' und natürlich bin ich wieder der Buhmann.
Es war etwas, was sie vor einigen Wochen sagte (sie handelt gerne unüberlegt) und natürlich schmorte es bis heute in mir, da ich immer so unglaublich nachtragend sein muss. Ich rieb ihr Gesagtes heute unter die Nase (und natürlich überhaupt nicht so, wie ich es mir schon seit Tagen zurechtgelegt hatte) und sagte ihr später versöhnend, da es mir schon wieder um einiges besser ging, sie solle es mir nicht übel nehmen, da wir jetzt quitt seien.
Und?!
Natürlich nimmt sie es mir jetzt übel!
Dabei sagte ich es nicht annährend so kritisierend und niederträchtig, wie ich es eigentlich vorhatte.**
Was hätte ich sonst tun sollen? Hätte ich das auch noch Schlucken sollen, wie so Vieles schon!? Ich hatte nicht erwartet, dass sie versteht, wie ich mich all die Wochen deswegen fühlte, sie kennt mich ja eigentlich so gut wie gar nicht (das tut schließlich keiner) aber sie hätte es wenigstens nachvollziehen können, oder nicht? Oder erwarte ich immer noch zu viel von den Menschen in meiner Umgebung, welche sich als ''Familie'' und ''Freunde'' ausgeben?!
Ich will nicht die Schuld auf andere schieben, es liegt schließlich auch an mir, dass mich keiner verstehen kann, da es unglaublich schwierig für mich ist, mich zu öffnen, aber auf ein kleines bisschen Verständnis darf ich doch hoffen...
3.: Gab es wieder einen mächtigen Streit mit meiner Mum. Sie regte sich darüber auf, dass meine Klassenlehrerin nichts fertig bringe und dann schrie sie mich an, weil ich genau so chaotisch sei und das sogar mein neun Jahre jüngerer Bruder mehr vollbringe als ich. Ich versuchte, sie zu beruhigen, wurde aber selbst immer lauter.
Irgendwann stritten wir lautstark.
Und anstatt ihr ins Gesicht zu sagen, was ich in diesem Augenblick wieder von ihr hielt, drehte ich mich um und verließ, meine schnell wachsende Wut an der Tür auslassend, den Raum. Nur einige Momente später kam sie mir hinterhergestürzt und sagte in einem abwertenden Ton zu mir, dass ich (ich zitiere) ''nichts weiter als ein kleines Stückchen Niemand'' sei und nicht das Recht dazu hätte, so mit ihr umzugehen...
''Gott'', ich bin am Ende und fertig mit der Welt. Ich will einfach nur noch weg von hier. Es bringt eigentlich nichts und jeder würde sagen, dass ich mich meinen Problemen stellen sollte, anstatt vor ihnen wegzulaufen.
Aber auf diese abgedroschenen Sprüche kann ich gut und gerne verzichten.
Ich laufe gerne davon und stehe dazu!
Ach, wie gerne wäre ich jetzt wieder an der türkischen Riviera und wie gerne würde ich eiskaltes Wasser schlürfend und Menschen beobachtend am überladenen Strand liegen und einfach an gar nichts denken..
Eure müde Gleyfin
P.S. Tut mir leid, dass meine Beiträge meistens so unglaublich negativ sind, aber dieser Blog ist für mich wie ein Ventil, wenn ich zu viel Negatives angestaut habe.
Ich bin kein emotionales Wrack, falls das irgendjemandem so vorkommen sollte !!
Nur mal so am Rande ;)
* Und dann muss schon echt alles scheiße gewesen sein, wenn man noch nicht ein mal an Gott und die ganze (angebliche) Brut dort oben glaubt und diese Geste trotzdem bringt!
** Ich weiß, das hört sich jetzt hart an für eine ''Freundin'', doch was sie sagte, war mehr als verletztend und das konnte ich einfach nicht auf mir sitzen lassen.
Warum rechtfertige ich mich eigentlich immer ?!
...bereits 706 x gelesen
Heute war wieder ein mal solch ein Tag für mich.
1.:Die neue Schule ist ein schlechter Witz. Ich habe mir wohl um sonst für meinen erweiterten Sek I in den Arsch gebissen, damit ich jetzt Puppen basteln und Bildchen malen darf. Ich bin so unglaublich müde, weil ich meine Zeit damit vergeude, gar nichts zu tun. Ich mag gemächlich sein, doch so unterfordert und gelangweilt war ich noch nie!
2.: Habe ich mich mit einer (beinahe guten) Freundin soetwas wie 'gestritten' und natürlich bin ich wieder der Buhmann.
Es war etwas, was sie vor einigen Wochen sagte (sie handelt gerne unüberlegt) und natürlich schmorte es bis heute in mir, da ich immer so unglaublich nachtragend sein muss. Ich rieb ihr Gesagtes heute unter die Nase (und natürlich überhaupt nicht so, wie ich es mir schon seit Tagen zurechtgelegt hatte) und sagte ihr später versöhnend, da es mir schon wieder um einiges besser ging, sie solle es mir nicht übel nehmen, da wir jetzt quitt seien.
Und?!
Natürlich nimmt sie es mir jetzt übel!
Dabei sagte ich es nicht annährend so kritisierend und niederträchtig, wie ich es eigentlich vorhatte.**
Was hätte ich sonst tun sollen? Hätte ich das auch noch Schlucken sollen, wie so Vieles schon!? Ich hatte nicht erwartet, dass sie versteht, wie ich mich all die Wochen deswegen fühlte, sie kennt mich ja eigentlich so gut wie gar nicht (das tut schließlich keiner) aber sie hätte es wenigstens nachvollziehen können, oder nicht? Oder erwarte ich immer noch zu viel von den Menschen in meiner Umgebung, welche sich als ''Familie'' und ''Freunde'' ausgeben?!
Ich will nicht die Schuld auf andere schieben, es liegt schließlich auch an mir, dass mich keiner verstehen kann, da es unglaublich schwierig für mich ist, mich zu öffnen, aber auf ein kleines bisschen Verständnis darf ich doch hoffen...
3.: Gab es wieder einen mächtigen Streit mit meiner Mum. Sie regte sich darüber auf, dass meine Klassenlehrerin nichts fertig bringe und dann schrie sie mich an, weil ich genau so chaotisch sei und das sogar mein neun Jahre jüngerer Bruder mehr vollbringe als ich. Ich versuchte, sie zu beruhigen, wurde aber selbst immer lauter.
Irgendwann stritten wir lautstark.
Und anstatt ihr ins Gesicht zu sagen, was ich in diesem Augenblick wieder von ihr hielt, drehte ich mich um und verließ, meine schnell wachsende Wut an der Tür auslassend, den Raum. Nur einige Momente später kam sie mir hinterhergestürzt und sagte in einem abwertenden Ton zu mir, dass ich (ich zitiere) ''nichts weiter als ein kleines Stückchen Niemand'' sei und nicht das Recht dazu hätte, so mit ihr umzugehen...
''Gott'', ich bin am Ende und fertig mit der Welt. Ich will einfach nur noch weg von hier. Es bringt eigentlich nichts und jeder würde sagen, dass ich mich meinen Problemen stellen sollte, anstatt vor ihnen wegzulaufen.
Aber auf diese abgedroschenen Sprüche kann ich gut und gerne verzichten.
Ich laufe gerne davon und stehe dazu!
Ach, wie gerne wäre ich jetzt wieder an der türkischen Riviera und wie gerne würde ich eiskaltes Wasser schlürfend und Menschen beobachtend am überladenen Strand liegen und einfach an gar nichts denken..
Eure müde Gleyfin
P.S. Tut mir leid, dass meine Beiträge meistens so unglaublich negativ sind, aber dieser Blog ist für mich wie ein Ventil, wenn ich zu viel Negatives angestaut habe.
Ich bin kein emotionales Wrack, falls das irgendjemandem so vorkommen sollte !!
Nur mal so am Rande ;)
* Und dann muss schon echt alles scheiße gewesen sein, wenn man noch nicht ein mal an Gott und die ganze (angebliche) Brut dort oben glaubt und diese Geste trotzdem bringt!
** Ich weiß, das hört sich jetzt hart an für eine ''Freundin'', doch was sie sagte, war mehr als verletztend und das konnte ich einfach nicht auf mir sitzen lassen.
Warum rechtfertige ich mich eigentlich immer ?!
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Montag, 29. August 2011
Weltuntergang
gleyfin, 21:10h
21.12.2012
''Das Ende der Welt''
Warum bin ich nur so ungeheuer neugierig auf Das, was an diesem Tag (höchstwahrscheinlich nicht) passieren wird.
Ich ''freue'' mich schon seit Monaten darauf.
Eigentlich ziemlich absurd.
Aber ich kann nicht anders!
Ich male mir immer zu die schrägsten Szenarien aus.
Irgendwo habe ich mal gehört, dass (unter anderem), laut Mayas, Außerirdische die Erde angreifen werden und seit ich das Buch: ''Raumfahrt im Altertum'' von Erich von Däniken gelesen hatte* bin ich sowieso der totale Freak, was ausgestorbene Kulturen und Außerirdische betrifft.
Sollte ich mir Sorgen machen, weil ich mir so sehr das angebliche Datum für das Ende der Welt herbeisehne, nur um zu sehen, ob wirklich das geschieht, was ich mir andauernd vorstelle?
Ich würde sagen:
Fragwürdig, aber (noch) keinesfalls besorgniserregend !
Eure Gleyfin
P.S. Tja, das heißt dann wohl, warten und Schokolade essen.
P.P.S. Mir fällt gerade auf, dass ich in den letzten Tagen ganz schöne Stimmungsschwankungen habe..
..
Egal ! ;)
* Und nein, ich werbe nicht für dieses geile Buch, dass vollgestopft mit den krassesten Theorien ist, die ich je (in Verbindung mit den Inkas, Mayas und Außerirdischen) gehört, geschweige denn gelsen habe.
*hust* Auf den Spuren der Allmächtigen *hust*
...bereits 305 x gelesen
''Das Ende der Welt''
Warum bin ich nur so ungeheuer neugierig auf Das, was an diesem Tag (höchstwahrscheinlich nicht) passieren wird.
Ich ''freue'' mich schon seit Monaten darauf.
Eigentlich ziemlich absurd.
Aber ich kann nicht anders!
Ich male mir immer zu die schrägsten Szenarien aus.
Irgendwo habe ich mal gehört, dass (unter anderem), laut Mayas, Außerirdische die Erde angreifen werden und seit ich das Buch: ''Raumfahrt im Altertum'' von Erich von Däniken gelesen hatte* bin ich sowieso der totale Freak, was ausgestorbene Kulturen und Außerirdische betrifft.
Sollte ich mir Sorgen machen, weil ich mir so sehr das angebliche Datum für das Ende der Welt herbeisehne, nur um zu sehen, ob wirklich das geschieht, was ich mir andauernd vorstelle?
Ich würde sagen:
Fragwürdig, aber (noch) keinesfalls besorgniserregend !
Eure Gleyfin
P.S. Tja, das heißt dann wohl, warten und Schokolade essen.
P.P.S. Mir fällt gerade auf, dass ich in den letzten Tagen ganz schöne Stimmungsschwankungen habe..
..
Egal ! ;)
* Und nein, ich werbe nicht für dieses geile Buch, dass vollgestopft mit den krassesten Theorien ist, die ich je (in Verbindung mit den Inkas, Mayas und Außerirdischen) gehört, geschweige denn gelsen habe.
*hust* Auf den Spuren der Allmächtigen *hust*
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Montag, 29. August 2011
Kein Verständnis
gleyfin, 00:51h
Ich weiß nicht, ob sie mich einfach nicht vertehen kann oder will !
Wir saßen heute Morgen nämlich am Frühstückstisch und redeten über den nächsten Urlaub. Nach Osten könnte es gehen. In ''die alte Heimat''. Vor einigen Tagen hatte sie mich gefragt, ob wir nicht zusammen, NUR WIR BEIDE, nach Usbekistan fliegen, damit ich sehen kann, wie sie früher aufwuchs und weil sie sich sehr nach ihrer Kindheit sehnt (so scheint es mir zumindest).
Eigentlich hatte ich mich gefreut.*
Kein Wunder, dass ich fast an meinem Brot erstickt bin, als sie den Penner plötzlich gefragt hat, ob wir alle fliegen. Als er dann endlich im Badezimmer verschwand, murmelte ich halblaut:''Mit dem fahre ich kein einziges Mal mehr in den Urlaub. Das Arschloch und seine Ausgeburt von Tochter haben uns schon die letzten beiden Ferien versaut!**
Und da ging das Geschrei wieder los.
Das ich nur alles schlimmer mache, wenn ich so viel Hass in mir trage, dass ich mein Leben leben und mich aus ihrem raushalten solle. Und das er versucht auf mich zuzukommen, während ich komplett blockiere. Dann fing sie wieder mit ihrem Stiefvater an, dass es noch nicht ein mal bei den beiden so schlimm war, dass sie ihn nie gehasst hat, jedenfalls nicht so sehr wie ich diesen Affen*** hasse.
Ich ging nicht groß darauf ein. Es hatte keinen Zweck bei ihr, weil sie immer das letzte Wort haben muss und es ihr immer gelingt, alle Tatsachen so zu verdrehen, sodass ich wieder als alle-hassender-Psychopath dastehe.
Und wieder fraß sich alles in mich hinein.
Warum kapiert sie nicht, dass ich ihn (unter anderem) hasse, weil er sie und ihr Leben zerstört und warum meint sie, dass er nur zu ihrem beschissenen Leben gehört?!?!
Schließlich muss ich auch mit ihm (und der Ziege) zusammenleben, woraus sich schließen lässt, dass er unweigerlich auch zu meinem Leben gehört. Als wäre mein Leben nicht schon kaputt genug ! Und wenn ich 'ihr' Leben in Ruhe lassen soll, heißt das für mich, ihn auszublenden, zu tun, als wäre er nicht da. Alles, was von ihm ausgeht, zu ignorieren und ihn nicht ein mal eines Blickes zu würdigen.
Aber das ist dann auch wieder falsch, wiederlich und beleidigend für sie!!!
Und, als wäre nichts die letzten Wochen gewesen, als wäre die Welt nicht zwei mal für sie zusammengebrochen, weil er ihre Seele und ihren Stolz bis zur unkenntlichkeit verstümmelte, liegen sich die beiden Minuten später in den Armen, sie kichert kokett, während ich kopfschüttelnd würge und die Wut in mir dampft wie ein dummes Stück Dreck.
Dann kommt sie plötzlich an und begrabscht mich die ganze Zeit, gibt mir Küsschen, versucht mich zu umarmen und spricht mit mir wie mit einem Kleinkind, obwohl sie ganz genau weiß, dass ich das nicht ab kann. Genervt versuche ich, sie abzuwimmeln, was mir nur noch schlechtere Laune einbringt. Und dann meint sie plötzlich, dass sie sich schon darauf freut, wenn wir alle erwachsen sind, damit sie nicht mehr unter unseren ''pubertären Launen'' leiden muss, die dafür sorgen, dass wir ohne Grund schlechte Laune haben..
OHNE GRUND!?!? Ich hätte ihr dafür am liebsten ins Gesicht gespuckt. In diesem Moment war sie nicht mehr meine Mutter!
Was ist bloß los mit dieser Frau?
Kennt sie mich denn überhaupt nicht? Oder warum kann sie nicht verstehen, wie es mir geht?!
Sie versucht wahrscheinlich alles zu überspielen. Die Andersartigkeit, welche mich schon immer begleitet hat, die Streits zwischen den beiden, welche jedes mal heftiger werden..
Immer müssen wir zusammen essen, immer müssen wir zusammen dümmliche Spiele spielen.
Dieser Zwang von ihr, immer alles vertuschen und überspielen zu müssen, damit wir auf die anderen wie eine perfekte Familie wirken, kotzt mich an !
das ist zum Verzweifeln ! x(
Eure ratlose Gleyfin
P.S. Tja, damit hat sich die Glückssträhne der 'schönen Tage' auch schon wieder erledigt.
Spitze ..
P.P.S Ich vermisse meinen Hund...****
P.P.P.S 'Tschuldigung, dass meine Texte jetzt immer länger werden.
* Trotz der Sorge, ich könnte meinen Vater treffen (das Arschloch!), den ich bis jetzt nicht ein mal echt und in Lebensgröße gesehen hatte, da er schlichtweg keinen Bock hatte, seine hochschwangere Freundin nach Deutschland zu begleiten.
Aber das spielt jetzt keine Rolle !
** Na gut, der letzte Satz war vielleicht nicht ganz so heftig formuliert.. aber es war das Selbe gemeint!
*** Falls ihr eine Beschreibung zu dem Affenarsch haben wollt.
-> Das Brüllen des Affen
(Achtung: Diese Beschreibung ist nur das Schneekörnchen auf der Spitze dieses beschissen großen Eisberges!!)
****-> Neuanfang
...bereits 352 x gelesen
Wir saßen heute Morgen nämlich am Frühstückstisch und redeten über den nächsten Urlaub. Nach Osten könnte es gehen. In ''die alte Heimat''. Vor einigen Tagen hatte sie mich gefragt, ob wir nicht zusammen, NUR WIR BEIDE, nach Usbekistan fliegen, damit ich sehen kann, wie sie früher aufwuchs und weil sie sich sehr nach ihrer Kindheit sehnt (so scheint es mir zumindest).
Eigentlich hatte ich mich gefreut.*
Kein Wunder, dass ich fast an meinem Brot erstickt bin, als sie den Penner plötzlich gefragt hat, ob wir alle fliegen. Als er dann endlich im Badezimmer verschwand, murmelte ich halblaut:''Mit dem fahre ich kein einziges Mal mehr in den Urlaub. Das Arschloch und seine Ausgeburt von Tochter haben uns schon die letzten beiden Ferien versaut!**
Und da ging das Geschrei wieder los.
Das ich nur alles schlimmer mache, wenn ich so viel Hass in mir trage, dass ich mein Leben leben und mich aus ihrem raushalten solle. Und das er versucht auf mich zuzukommen, während ich komplett blockiere. Dann fing sie wieder mit ihrem Stiefvater an, dass es noch nicht ein mal bei den beiden so schlimm war, dass sie ihn nie gehasst hat, jedenfalls nicht so sehr wie ich diesen Affen*** hasse.
Ich ging nicht groß darauf ein. Es hatte keinen Zweck bei ihr, weil sie immer das letzte Wort haben muss und es ihr immer gelingt, alle Tatsachen so zu verdrehen, sodass ich wieder als alle-hassender-Psychopath dastehe.
Und wieder fraß sich alles in mich hinein.
Warum kapiert sie nicht, dass ich ihn (unter anderem) hasse, weil er sie und ihr Leben zerstört und warum meint sie, dass er nur zu ihrem beschissenen Leben gehört?!?!
Schließlich muss ich auch mit ihm (und der Ziege) zusammenleben, woraus sich schließen lässt, dass er unweigerlich auch zu meinem Leben gehört. Als wäre mein Leben nicht schon kaputt genug ! Und wenn ich 'ihr' Leben in Ruhe lassen soll, heißt das für mich, ihn auszublenden, zu tun, als wäre er nicht da. Alles, was von ihm ausgeht, zu ignorieren und ihn nicht ein mal eines Blickes zu würdigen.
Aber das ist dann auch wieder falsch, wiederlich und beleidigend für sie!!!
Und, als wäre nichts die letzten Wochen gewesen, als wäre die Welt nicht zwei mal für sie zusammengebrochen, weil er ihre Seele und ihren Stolz bis zur unkenntlichkeit verstümmelte, liegen sich die beiden Minuten später in den Armen, sie kichert kokett, während ich kopfschüttelnd würge und die Wut in mir dampft wie ein dummes Stück Dreck.
Dann kommt sie plötzlich an und begrabscht mich die ganze Zeit, gibt mir Küsschen, versucht mich zu umarmen und spricht mit mir wie mit einem Kleinkind, obwohl sie ganz genau weiß, dass ich das nicht ab kann. Genervt versuche ich, sie abzuwimmeln, was mir nur noch schlechtere Laune einbringt. Und dann meint sie plötzlich, dass sie sich schon darauf freut, wenn wir alle erwachsen sind, damit sie nicht mehr unter unseren ''pubertären Launen'' leiden muss, die dafür sorgen, dass wir ohne Grund schlechte Laune haben..
OHNE GRUND!?!? Ich hätte ihr dafür am liebsten ins Gesicht gespuckt. In diesem Moment war sie nicht mehr meine Mutter!
Was ist bloß los mit dieser Frau?
Kennt sie mich denn überhaupt nicht? Oder warum kann sie nicht verstehen, wie es mir geht?!
Sie versucht wahrscheinlich alles zu überspielen. Die Andersartigkeit, welche mich schon immer begleitet hat, die Streits zwischen den beiden, welche jedes mal heftiger werden..
Immer müssen wir zusammen essen, immer müssen wir zusammen dümmliche Spiele spielen.
Dieser Zwang von ihr, immer alles vertuschen und überspielen zu müssen, damit wir auf die anderen wie eine perfekte Familie wirken, kotzt mich an !
das ist zum Verzweifeln ! x(
Eure ratlose Gleyfin
P.S. Tja, damit hat sich die Glückssträhne der 'schönen Tage' auch schon wieder erledigt.
Spitze ..
P.P.S Ich vermisse meinen Hund...****
P.P.P.S 'Tschuldigung, dass meine Texte jetzt immer länger werden.
* Trotz der Sorge, ich könnte meinen Vater treffen (das Arschloch!), den ich bis jetzt nicht ein mal echt und in Lebensgröße gesehen hatte, da er schlichtweg keinen Bock hatte, seine hochschwangere Freundin nach Deutschland zu begleiten.
Aber das spielt jetzt keine Rolle !
** Na gut, der letzte Satz war vielleicht nicht ganz so heftig formuliert.. aber es war das Selbe gemeint!
*** Falls ihr eine Beschreibung zu dem Affenarsch haben wollt.
-> Das Brüllen des Affen
(Achtung: Diese Beschreibung ist nur das Schneekörnchen auf der Spitze dieses beschissen großen Eisberges!!)
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Regentanz
gleyfin, 02:04h
Es war wahrscheinlich der letzte heiße Tag des Jahres und das nutzten wir natürlich für einen letzten Gang in den Pool. Das Wasser war eisig, genau wie die Stimmung. Als ich aus dem 'Poolhaus' kam, war der Garten schon in Schatten gehüllt, doch die Luft war noch heiß. Der Himmel erstrahlte immer noch in hellem blau, während der Geruch von Regen in der Luft lag. Wir wussten um die Unwetterwarnung, und ich entschied spontan, draußen zu bleiben.
Ich wollte nämlich schon immer mal im Bikini durch den Regen tanzen. :D
Ich freute mich schon wie bekloppt aber natürlich musste diese Ziege wieder alles kaputt machen. Sie versucht mich nämlich bis auf die kleinste Pore genau zu kopieren.
Meine Art zu fotografieren, die Möblierung meines Zimmers und sogar meinen Charakter.
Na gut, bis jetzt ist es nur mein für mich wichtigster Teil meines Charakters und somit der größte, aber hey, wenn man zu dämlich für eine eigene Identität ist!*
Also saßen wir zusammen im Garten, während der Wind immer lauter kreischte und unser Haus müde ächzte. Im Westen, wo die Sonne gerade unterging, wuchs mit ungeheurer Schnelligkeit eine schwarze Wolkenwand heran, welche, sich windend, über uns hinwegrollte. Es wurde kalt und dunkel.
Ein Blitz folgte zuckend dem anderen, ohne auf das Donnern zu warten. Mit dem verspäteten Donnern setzte dann der Regen ein. Während das markerschütternde Grollen des Unwetters tobte, kamen die Regentropfen zusammen mit dem kalten Wind auf uns heruntergeschossen wie eisige Nadeln. Ich sprang lachend durch den Garten und über die Einfahrt (und NEIN, ich hatte nichts geraucht!!! :D) und die Ziege machte es natürlich nach.
Auch, wenn sie mir mein 'Ich' wegzunehmen scheint, fühlte ich mich trotzdem unendlich frei und unglaublich gut..
Trotz der scheiß Kälte.
Diese Woche war seit Langem echt die beste!
WAHNSINN !!
Eure aufgekratzte Gleyfin
P.S. Mit 'Ziege' ist meine erbärmliche Stiefschwester gemeint, falls sich das jemand fragt.
*Ab und zu bin ich nämlich 'ein wenig' .. wie soll ich das beschreiben?
''melancholisch-kreativ'' .. kann man das so sagen?
Und weil sie früher die totale Spießerin war, versucht sie jetzt, zu sein wie ich.
Typisch für gesichtlose Oberflächlichkeit.
...bereits 619 x gelesen
Ich wollte nämlich schon immer mal im Bikini durch den Regen tanzen. :D
Ich freute mich schon wie bekloppt aber natürlich musste diese Ziege wieder alles kaputt machen. Sie versucht mich nämlich bis auf die kleinste Pore genau zu kopieren.
Meine Art zu fotografieren, die Möblierung meines Zimmers und sogar meinen Charakter.
Na gut, bis jetzt ist es nur mein für mich wichtigster Teil meines Charakters und somit der größte, aber hey, wenn man zu dämlich für eine eigene Identität ist!*
Also saßen wir zusammen im Garten, während der Wind immer lauter kreischte und unser Haus müde ächzte. Im Westen, wo die Sonne gerade unterging, wuchs mit ungeheurer Schnelligkeit eine schwarze Wolkenwand heran, welche, sich windend, über uns hinwegrollte. Es wurde kalt und dunkel.
Ein Blitz folgte zuckend dem anderen, ohne auf das Donnern zu warten. Mit dem verspäteten Donnern setzte dann der Regen ein. Während das markerschütternde Grollen des Unwetters tobte, kamen die Regentropfen zusammen mit dem kalten Wind auf uns heruntergeschossen wie eisige Nadeln. Ich sprang lachend durch den Garten und über die Einfahrt (und NEIN, ich hatte nichts geraucht!!! :D) und die Ziege machte es natürlich nach.
Auch, wenn sie mir mein 'Ich' wegzunehmen scheint, fühlte ich mich trotzdem unendlich frei und unglaublich gut..
Trotz der scheiß Kälte.
Diese Woche war seit Langem echt die beste!
WAHNSINN !!
Eure aufgekratzte Gleyfin
P.S. Mit 'Ziege' ist meine erbärmliche Stiefschwester gemeint, falls sich das jemand fragt.
*Ab und zu bin ich nämlich 'ein wenig' .. wie soll ich das beschreiben?
''melancholisch-kreativ'' .. kann man das so sagen?
Und weil sie früher die totale Spießerin war, versucht sie jetzt, zu sein wie ich.
Typisch für gesichtlose Oberflächlichkeit.
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Freitag, 19. August 2011
Neuanfang
gleyfin, 01:58h
Ich lag im Bett und starrte die dunkle Zimmerdecke an. Ich konnte immer noch nicht fassen, dass sich schon Morgen alles ändern würde. Ich würde ein mir völlig unbekanntes Gebäude betreten und ich würde nach 6 langen Jahren in eine neue Klasse kommen, wo mir zwischen fremden Augen bis zum Äußersten unwohl werden würde. Ich fühlte mich so unglaublich alt, obwohl ich doch erst 16 bin. Ich ließ meine Kindheit an meinem inneren Auge vorbeiziehen, dabei versuchte ich jedoch verbissen, nur die wenigen schönen Erinnerungen hervorzurufen. Das heißt nicht, dass ich keine schöne Kindheit hatte. Wahrscheinlich hatte ich sie, aber als geborene Pessimistin war ich schon als kleines Mädchen oft depressiv und sah nur das schlechte in Allem und Jedem. Ich war schwach, ließ jegliche schlechte Kritik in mich eindringen und dafür jedes einzelne Kompliment an mir abprallen, weil ich noch nie das kleinste bisschen Selbswertgefühl besaß. Dadurch wurde ich zum Außenseiter. Hatte kaum Freunde, weil auf mir etwas Dunkles lastete, etwas, was wahrscheinlich für andere Kinder abschreckend und nicht fröhlich und unbeschwert wirkte. Verständlich, dass ich mich deshalb nur an den wunderschön melancholischen Wald, neben den wir früher lebten, an einen Regenbogen, den ich entdeckte, als meine Mum mich ein mal zum Kindergarten brachte und an meinen geliebten Hund erinnern konnte
(und wollte).
Denn ich glaube, nur der Hund verstand, wie ich mich damals schon fühlte (ich weiß, dass es sich verrückt und ziemlich abgedroschen anhören muss, aber als einsames Kind stellt man eben besondere Bindungen zu Dingen her, die es schaffen, einem wortlos Trost zu spenden).
Ich kam immer zu ihm nach Draußen, wenn es gewitterte, und zusammen standen wir, dem Tanz der unendlich vielen Regentropfen zusehend, in der offenen Schuppentür. Und manchmal, wenn die vielen Sterne am Sommernachtshimmel leuchteten, saß ich auf der alten Holzbank, welche im kleinen Hinterhof stand, und beobachtete, den abendlichen Geräuschen des Waldes lauschend, die Sterne, während er seinen massigen Kopf in meinen Schloß legte und mich aus kleinen, orange schimmernden Augen stumm betrachtete.
Ich konnte mir ein kleines Lächeln nicht verkneifen, als ich an dieses riesige Wesen mit sanftem Gemüt dachte. Als ich mich dann urplötzlich in einer Stadt, auf einer neuen Schule und in einer kleinen Wohnung wiederfand, fühlte ich mich schelcht. Und für schrecklich langen Augenblick brachen die vielen schlechten Erinnerungen über mich herein.
Auch hier war ich jahrelang der Außenseiter, habe mich viele Nächte in den Schlaf weinen müssen, um das stetige Mobbing zu überstehen und immer wieder wurde ich ausgelacht. Nicht, weil ich mich blamierte, sondern weil ich nicht selbstbewusst genug war, um über mich selbst, und somit mit den anderen lachen zu können.
Um die düsteren Gedanken an schon längst verdrängte Zeiten abschütteln zu können, versuchte ich mich an eine Situation während des Biologieunterrichts der 6. Klasse zu erinnern, als ich wieder ein mal gemobbt wurde (warum, weiß ich nicht mehr, da ich es wahrscheinlich aus meinem ''Sein'' verbannt habe).
Ich war psychisch so am Ende, dass ich es nicht mehr ertragen konnte. Ich verließ völlig überstürzt und tränenverschmiert den Raum, schlug die Tür mit voller Wucht hinter mir zu und lehnte mich an die kühle Wand des engen, scheinbar unendlich langen Flurs. Ich verbarg mein angeschwollenes Gesicht in meinen zitternden Händen und lauschte meinem eigenen, erbärmlichen Gewinsel.
Doch schlagartig verstummte ich. Ich blickte mich um, weil ich spürte, dass noch jemand im Flur war.
Eine in schwarz gehüllte, riesige Gestalt lehnte, nur einige Meter von mir entfernt, an der anderen Wand und beäugte mich mit selbstsicherem Blick.
Ich vermute, dass ich ihn nur wegen dem, was er ausstrahlte, wahrnahm, weil es genau so dunkel war wie das, was mich schon immer verfolgte. Lange Augenblicke war es ruhig um uns und nur die große Uhr, deren ewiges ''Tick-Tack'' durch den Flur glitt wie viele kleine Impulse, durchbrach die angenehme Stille, während wir uns fest in die Augen sahen. Ich erschrak nicht, als er unerwartet fragte, was los sei. Ich erzählte ihm mit weinerlicher Stimme alles, ohne mir die Mühe zu machen, ihm irgendetwas vorzuspielen. Wozu auch? Ich wusste, dass er als einziger Mensch verstehen würde, was in mir vorging und so vertraute ich ihm, ohne überhaupt seinen Namen zu kennen.
Als ich fertig war, nickte er und brummte verständnisvoll, dann sagte er mir gerade heraus:
''Hör nicht auf die. Das sind alles Arschlöcher. Wichtig ist, was du von dir hältst.''
Als ich dann letzte Nacht daran dachte, was vor so vielen Jahren in diesem Flur geschah, und als seine Worte immer und immer wieder meine Gedanken durchstreiften, musste ich weinen.
Er hatte so Recht !!
Ich dachte später gar nicht mehr an seine Worte, wo ich sie doch auch die nächsten Jahre hätte so dringend brauchen müssen.
Natürlich sagte auch meine Mum mir soetwas in der Art immer wieder, aber nur, damit ich sie mit meinen Problemen in Ruhe ließ.
Schließlich wusste sie nicht, wie sie mit mir umzugehen hatte, denn sie war immer anders und hat noch nie solch düstere Gefühle gehegt, als beliebtes Großmaul.
Nach einer Weile wischte ich mir mit der Decke über's Gesicht und war endlich bereit für das mir Bevorstehende.Bereit für einen Neuanfang ohne Ärger, ohne Druck und mit ganz viel Selbswertgefühl.
Mit Zuversicht und einem kleinen Lächeln schlief ich irgendwann ein.
Aber es half Heute dann doch nicht so richtig. Ich sagte mir diese 3 Sätze immer und immer wieder, und trotzdem spürte ich, wie sich die abwertenden Blicke Anderer in mich bohrten und mich wieder klein und schwach machten, wie sie es schon immer geschafft hatten.
Das ist der ewig wiederkehrende Fluch des Pessimismus..
Wenn ich mein dämliches Selbstbewustsein, welches mich eigentlich stützen sollte, nicht bald finde, breche ich noch vollkommen unter dem Druck, den ich mir immer selbst mache, zusammen.
Hinzu kommt noch, dass ich immer noch keinen einzigen Junge kenne, der mich mehr als mag -oder überhaupt irgendetwas von mir hält- und dabei weiß ich ganz genau, bei aller Selbstverachtung, dass ich weder hässlich noch unglaublich weinerlich bin, denn schließlich fresse ich immer alles in mich hinein, anstatt allen in meiner Umgebung zu berichten, wie ich mich fühle!
Das Leben ist verdammt beschissen !
Eure Gleyfin
P.S. Nachdem ich mich Gestern mit meiner Kindheit und mit meinem Verhalten abgefunden habe, geht es mir irgendwie trotzdem nicht besser.
Und jetzt ?!
...bereits 561 x gelesen
(und wollte).
Denn ich glaube, nur der Hund verstand, wie ich mich damals schon fühlte (ich weiß, dass es sich verrückt und ziemlich abgedroschen anhören muss, aber als einsames Kind stellt man eben besondere Bindungen zu Dingen her, die es schaffen, einem wortlos Trost zu spenden).
Ich kam immer zu ihm nach Draußen, wenn es gewitterte, und zusammen standen wir, dem Tanz der unendlich vielen Regentropfen zusehend, in der offenen Schuppentür. Und manchmal, wenn die vielen Sterne am Sommernachtshimmel leuchteten, saß ich auf der alten Holzbank, welche im kleinen Hinterhof stand, und beobachtete, den abendlichen Geräuschen des Waldes lauschend, die Sterne, während er seinen massigen Kopf in meinen Schloß legte und mich aus kleinen, orange schimmernden Augen stumm betrachtete.
Ich konnte mir ein kleines Lächeln nicht verkneifen, als ich an dieses riesige Wesen mit sanftem Gemüt dachte. Als ich mich dann urplötzlich in einer Stadt, auf einer neuen Schule und in einer kleinen Wohnung wiederfand, fühlte ich mich schelcht. Und für schrecklich langen Augenblick brachen die vielen schlechten Erinnerungen über mich herein.
Auch hier war ich jahrelang der Außenseiter, habe mich viele Nächte in den Schlaf weinen müssen, um das stetige Mobbing zu überstehen und immer wieder wurde ich ausgelacht. Nicht, weil ich mich blamierte, sondern weil ich nicht selbstbewusst genug war, um über mich selbst, und somit mit den anderen lachen zu können.
Um die düsteren Gedanken an schon längst verdrängte Zeiten abschütteln zu können, versuchte ich mich an eine Situation während des Biologieunterrichts der 6. Klasse zu erinnern, als ich wieder ein mal gemobbt wurde (warum, weiß ich nicht mehr, da ich es wahrscheinlich aus meinem ''Sein'' verbannt habe).
Ich war psychisch so am Ende, dass ich es nicht mehr ertragen konnte. Ich verließ völlig überstürzt und tränenverschmiert den Raum, schlug die Tür mit voller Wucht hinter mir zu und lehnte mich an die kühle Wand des engen, scheinbar unendlich langen Flurs. Ich verbarg mein angeschwollenes Gesicht in meinen zitternden Händen und lauschte meinem eigenen, erbärmlichen Gewinsel.
Doch schlagartig verstummte ich. Ich blickte mich um, weil ich spürte, dass noch jemand im Flur war.
Eine in schwarz gehüllte, riesige Gestalt lehnte, nur einige Meter von mir entfernt, an der anderen Wand und beäugte mich mit selbstsicherem Blick.
Ich vermute, dass ich ihn nur wegen dem, was er ausstrahlte, wahrnahm, weil es genau so dunkel war wie das, was mich schon immer verfolgte. Lange Augenblicke war es ruhig um uns und nur die große Uhr, deren ewiges ''Tick-Tack'' durch den Flur glitt wie viele kleine Impulse, durchbrach die angenehme Stille, während wir uns fest in die Augen sahen. Ich erschrak nicht, als er unerwartet fragte, was los sei. Ich erzählte ihm mit weinerlicher Stimme alles, ohne mir die Mühe zu machen, ihm irgendetwas vorzuspielen. Wozu auch? Ich wusste, dass er als einziger Mensch verstehen würde, was in mir vorging und so vertraute ich ihm, ohne überhaupt seinen Namen zu kennen.
Als ich fertig war, nickte er und brummte verständnisvoll, dann sagte er mir gerade heraus:
''Hör nicht auf die. Das sind alles Arschlöcher. Wichtig ist, was du von dir hältst.''
Als ich dann letzte Nacht daran dachte, was vor so vielen Jahren in diesem Flur geschah, und als seine Worte immer und immer wieder meine Gedanken durchstreiften, musste ich weinen.
Er hatte so Recht !!
Ich dachte später gar nicht mehr an seine Worte, wo ich sie doch auch die nächsten Jahre hätte so dringend brauchen müssen.
Natürlich sagte auch meine Mum mir soetwas in der Art immer wieder, aber nur, damit ich sie mit meinen Problemen in Ruhe ließ.
Schließlich wusste sie nicht, wie sie mit mir umzugehen hatte, denn sie war immer anders und hat noch nie solch düstere Gefühle gehegt, als beliebtes Großmaul.
Nach einer Weile wischte ich mir mit der Decke über's Gesicht und war endlich bereit für das mir Bevorstehende.Bereit für einen Neuanfang ohne Ärger, ohne Druck und mit ganz viel Selbswertgefühl.
Mit Zuversicht und einem kleinen Lächeln schlief ich irgendwann ein.
Aber es half Heute dann doch nicht so richtig. Ich sagte mir diese 3 Sätze immer und immer wieder, und trotzdem spürte ich, wie sich die abwertenden Blicke Anderer in mich bohrten und mich wieder klein und schwach machten, wie sie es schon immer geschafft hatten.
Das ist der ewig wiederkehrende Fluch des Pessimismus..
Wenn ich mein dämliches Selbstbewustsein, welches mich eigentlich stützen sollte, nicht bald finde, breche ich noch vollkommen unter dem Druck, den ich mir immer selbst mache, zusammen.
Hinzu kommt noch, dass ich immer noch keinen einzigen Junge kenne, der mich mehr als mag -oder überhaupt irgendetwas von mir hält- und dabei weiß ich ganz genau, bei aller Selbstverachtung, dass ich weder hässlich noch unglaublich weinerlich bin, denn schließlich fresse ich immer alles in mich hinein, anstatt allen in meiner Umgebung zu berichten, wie ich mich fühle!
Das Leben ist verdammt beschissen !
Eure Gleyfin
P.S. Nachdem ich mich Gestern mit meiner Kindheit und mit meinem Verhalten abgefunden habe, geht es mir irgendwie trotzdem nicht besser.
Und jetzt ?!
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